Bauhausjubiläum in der Villa V in Viersen am 31.03.19  um 11:30

Vernissage "Das Haus im Werk von Georg Ettl" 

DAS HAUS

Vernissage „ Das Haus" im Werk des Künstlers Georg Ettl

„Einfache Bilder von einer klaren Welt.“ So beginnt der Text von Julian Heynen im Katalog Georg Ettl zu Ausstellung im Kaiser Wilhelm Museum Krefeld, 17.April bis 29.Mai 1983. Nahezu 36 später und 4 Jahre nach dem Tod von Georg Ettl zeigt die VILLA V Werke des Künstlers unterschiedlicher Schaffensphasen zum Thema Haus .

„Unsere Vorstellungen zum Thema Haus sind ungeordnet; vieles kommt da zusammen. Im Grimmschen Wörterbuch hat es den „allgemeinsten sinn eines mittels zum bergen, eines unterschlupfs“.....Georg Ettl spielt mit seinen Hausbildern all das an.“

Fahrradtour zu den Kunstwerken von Georg Ettl im öffentlichen Raum im Rahmen der Villa-V am Sonntag 26.05.2019 um 10:00

FAHRRADTOUR zu den Kunstwerken von Georg Ettl im öffentlichen Raum.

Sonntag 26.05.2019 | 10:00 | Weiherstrasse , Mönchengladbach LANDPARTIE

Kommen Sie mit uns auf eine kleine, moderate und geführte Tour, die die Landpartie zum Kulturraum werden lässt.Start ist um 10:00 Uhr an der Plastik aus Stahl FRAU OHNE ARME, Weiherstrasse, Abteiberg in Mönchengladbach.

Neun Kunstwerke inklusive dem Höhepunkt der aktuellen Ausstellung in der VILLA V:
Das Haus im Werk von Georg Ettl.

 

Ausstellung im Stadtmuseum Deggendorf, 25.10.18 -  24.02.2019

 

 

Einweihung "Pferde Steele", Mönchengladbach, 02. September 2017

Links: Modell für eine monumentale Pferdesteele, 1982, bemaltes Holz, vergoldetes und bemaltes Papiermaché 66 cm hoch

Foto: Hadler/Stuhr

Rechts: Die Plastik nach dem Entwurf Georg Ettls ist ein Mahnmal in Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Militärjustiz.

Foto: Gerda Marie Voss

 


Nicht weit von einem Gräberfeld auf dem Hauptfriedhof, das an getötete Zwangsarbeiter erinnert, ragt ein Stahlpferd als Plastik in den Himmel. Es ist ein Mahnmal für die Opfer der NS-Justiz. Von Sigrid Blomen-Radermacher

Legionen von Reiterstandbildern stehen in den Städten und auf den Plätzen dieser Welt. Sie erinnern heroisch, unübersehbar und allzu oft unreflektiert an geschlagene Schlachten und denkwürdige Anführer. Am Samstag wurde nun ein "Reiterstandbild" der besonderen Art in einer festlichen und emotionalen Zeremonie vor großem Publikum der Öffentlichkeit übergeben. Es steht auf dem städtischen Hauptfriedhof - ein Reiterstandbild ohne Reiter und massivem Sockel. Ein Mahnmal. Gefertigt nach einem Entwurf des Künstlers Georg Ettl.

Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners dankte dem in Viersen lebenden Architekten Professor Heinz Döhmen, 1927 geboren, der der Stadt Mönchengladbach das Denkmal geschenkt hat. Dieses Mahnmal, so erläuterte Reiners, sei den Opfern der nationalsozialistischen Militärjustiz gewidmet, einer Justiz, die diejenigen verfolgte, die sich

dem Wahnsinn des Krieges widersetzten. Diese Opfergruppe ins Bewusstsein zu holen, sei Idee des Mahnmals. Auch Mönchengladbacher Bürger seien Opfer der Justiz geworden, so Reiners.

Weit spannte er den Bogen des Gedenkens von den Opfern aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu den Flüchtlingen unserer Zeit. Das Mahnmal sei eine symbolische Rehabilitierung der NS-Opfer, deren Verurteilungen erst vor 15 Jahren rechtlich aufgehoben wurde - eine unfassbare Vorstellung. Reiners drückte die Hoffnung aus, dass das Mahnmal von Ettl eine Diskussion über die Opfer und ihre Bedeutung für uns heute in Gang setzen könne und den Wunsch, dass Schüler es besuchen werden. Der Erinnerungskultur werde in Mönchengladbach eine neue Facette hinzugefügt.

Nicht weit vom Gräberfeld in Erinnerung an 90 getötete Zwangsarbeiter auf dem Hauptfriedhof ragt hoch in den Himmel ein Stahlpferd, ein rötliches, flächiges Pferd - mehr als eine dreidimensionale Plastik. Ohne Reiter scheint es über den Wipfeln der Bäume in Richtung Ausgang zu fliehen. Das Pferd ist in Ettls typischem Stil gearbeitet: sehr minimalistisch, zurückgenommen auf wesentliche Merkmale.

Unter ihm ein goldenes, vegetabiles Kapitell und weit unter ihm am Boden: ein Steinhaufen als eine besondere Form des Sockels. Und davor: eine Platte mit Worten von Bertolt Brecht aus der "Deutschen Kriegsfibel": "So haben wir ihn an die Wand gestellt, Mensch unsresgleichen, einer Mutter Sohn. Ihn umzubringen und damit die Welt es wisse, machten wir ein Bild danach."

Heinz Döhmen erinnerte in einer bewegenden Ansprache an eigene Kriegserlebnisse, an erlittenes Unrecht, er berichtete von seiner Flucht und der ständigen Angst vor Entdeckung und Verhaftung. Er erlebte zwar nicht die eigene Verurteilung, aber die seines Schuldirektors, des Kaplans, von Freunden. Er erlebte den Brand der Synagoge in Mönchengladbach. Seine Vergangenheit, so Döhmen, finde ihren Sinn darin, das, was ihm möglich sei, zu tun, um an das Unrecht zu erinnern. Das Pferd, so Döhmen, sei auch Symbol für die in sinnlosen Kriegen abgeschlachteten Tiere, der Steinhaufen lasse an das Grab für den Ungeist der Richter der nationalsozialistischen Zeit denken.

Die Plastik ist nach einem Entwurf seines Freundes, des 2014 verstorbenen Künstlers Georg Ettl gearbeitet worden (Ausführung durch Arpad Safranek, Viersen). Dieser wird sowohl als Mönchengladbacher Künstler (er war einer der ersten, die ein Atelier im Künstlerhaus Steinmetzstraße bezogen) als auch als Viersener Künstler betrachtet, wo er Jahrzehnte als Lehrer und Künstler tätig war und lebte. In beiden Städten hat er deutliche Spuren seiner Kunst in Form von Plastiken und Wandgemälden hinterlassen.

Quelle: RP


Ausstellung Jiri Svestka Gallery, Berlin, 17.09. - 05.11. 2016

AUSSTELLUNG VERLÄNGERT BIS ZUM 17. DEZEMBER 2016

REVIEW ON GEORG ETTL AT JIRI SVESTKA GALLERY – EARLY WORKS FROM 1960S AND 70S

"Jiri Svestka Gallery, a small gallery hidden on the 3rd floor in front of the Blain|Southern Gallery, is a fine gem. Since the 16th of September in the context of the Berlin Art Week, they opened their doors to the exhibition of Georg Ettl, a German artist born on 1940 who migrated to the US to return during the ’70 and whose artwork is very difficult to categorize due to his versatility.

Every time I have visited any of Jiri Svestka Gallery exhibitions I have been positively surprised. That is why, when I am around the area I go for a peak and treat myself with an art surprise. This time, despite the promotion picture of Georg Ettl’s work not being very promising, I still decided to give it a try.

The surprise was major. I was expecting a whole bunch of uninteresting looking cement blocks, but on the contrary, I found in front of me the graceful works of Georg Ettl, forming a harmonious contrast in the shape of an exhibition; almost like the feeling of having a exquisitily prepared dish with a delicious umami taste that it involved all of my senses.

I saw it but I felt it.

It was cold but warm, hard but soft, achromatic but colorful, ephemeral but enduring, uniform but contrasted, fragile but indestructible and opaque but translucent.

It felt like it was talking about life itself.

I invite you to visit this exhibition and experience yourself the rollercoaster of contrasts and the subtlety of the works. It’s a good way to awaken your senses in these grey days of autumn."

by Julia Mari Bernhaus

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